MARCUSWEINBERG
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Marcus Weinberg, MdB

19.08.2020 – Gegen das Vergessen – Jede Schülerin und jeder Schüler muss Ausschwitz oder eine andere KZ-Gedenkstätte gesehen haben!

PM-Marcus_Weinberg_Gedenkstaettenfahrten-200819.pdf

Der Bundesvorstand hat am Montag in seiner Sitzung ein Beschlusspapier zur Förderung schulischer Exkursionen zu KZ-Gedenkstätten auf Initiative u.a. von Marcus Weinberg beschlossen. Die CDU Deutschlands fordert darin eine Stärkung der historisch-politischen Bildung durch die Intensivierung der Gedenkstättenfahrten. Jeder Schülerin und jedem Schüler soll es ermöglicht werden, vor Abschluss der Schulzeit eine KZ-Gedenkstätte zu besuchen. Damit sind alle KZ-Gedenkstätten im In- und Ausland gemeint, die die Bundesregierung offiziell fördert. Die Auswahl der Gedenkstätte steht ohne Auflage jeder Schule frei. Bund und Länder sollen dabei gemeinsam ihrer Verantwortung im schulischen und außerschulischen Bereich gerecht werden.

Dazu erklärt Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordneter für Hamburg und Altona:

„Die Entwicklungen in der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, dass Rassismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft wieder zunehmen. Wir wollen dagegen ein klares Zeichen setzen und als CDU gemeinsam gegen diese Entwicklung ankämpfen. Wir werden nicht tatenlos zuschauen, wie eine schleichende Zunahme von Intoleranz und Hass unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und unser Werteverständnis gefährden. Deshalb hat der Bundesvorstand der CDU-Deutschlands am Montag einen von mir mitinitiierten Antrag beschlossen, die historisch-politische Bildungsarbeit in den Schulen zu stärken. Die Schülerinnen und Schüler sollen mit eigenen Augen sehen, welches Leid der Hass und der Rassismus in unserer deutschen Geschichte über Millionen von Menschen gebracht haben.

Als Historiker und Geschichtslehrer habe ich dieses Thema an allen Schulformen unterrichtet, vom humanistischen Gymnasium bis zur Hauptschule. Es war für mich dabei immer wichtig, meinen Schülerinnen und Schülern den Inhalt nicht nur über Lehrbücher zu vermitteln. Aufklärung und Bildung funktionieren am besten über den Besuch von Gedenkstätten und Erinnerungsorte. Gerade auch die Tatsache, dass immer mehr Zeitzeugen versterben, macht es umso wichtiger die Orte des Verbrechens als Mahnung zu sehen. Die Greul haben hier stattgefunden! So können wir den jungen Menschen zeigen, wohin Hass führen kann und ihnen lehren, wie wichtig Toleranz, Achtung und Respekt voreinander sind. Der Bund und die Länder tragen dafür gemeinsam die Verantwortung und sollen entsprechend der föderalen Struktur auch gemeinsam die anfallenden Kosten für die Reise, die Übernachtung und den Eintritt übernehmen.

Allein in Hamburg und Umgebung gibt es zahlreiche Gedenkstätten, so zum Bespiel in Neuengamme, Bergen-Belsen oder auch die Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule, die bereits heute von vielen Schulen für Exkursionen genutzt werden. In Hamburg hat die Pflege einer vertieften Erinnerungskultur eine große Tradition. Gerade die gebuchten Führungen im KZ-Neuengamme wurden bereits von vielen Schulen wahrgenommen, so haben über 15.000 Schülerinnen und Schüler diese Gedenkstätte 2018 besucht. Viele Lehrerinnen und Lehrer engagieren sich entsprechen persönlich sehr aktiv bei diesem wichtigen Thema.

Die Zunahme der Anforderungen an Schulen, Lehrer und Schüler mit Blick auf Abschlussprüfungen, Berufspraktika etc. erschweren es aber immer mehr Lerngruppen, eine solche Reise zu organisieren. Längere Reisen, zum Beispiel nach Auschwitz, sind kaum noch durch Lehrinnen und Lehrer zeitlich zu organisieren. Der Senat muss die Schulen deshalb stärker durch zusätzliche Angebote und Kooperationen entlasten und, wie es in anderen Bundesländern der Fall ist, eine institutionelle Förderung sicherstellen. Dieses beinhaltet auch ein Finanzierungsprogramm, damit Schulen und freien Trägern in Hamburg die notwendigen Mittel zur Organisation dieser Reisen zur Verfügung stehen.

Ein Ziel muss dabei bestimmend sein: Jede Schülerin und jeder Schüler in Hamburg sollte im Laufe seiner Schulzeit eine KZ-Gedenkstätte als Teil einer aktiven Erinnerungskultur besucht haben!“

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