MARCUSWEINBERG
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8.5.2019 - Am heutigen Mittwoch hat sich der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Fragen der Abgeordneten gestellt. Erneut sprach sich Rörig für Missbrauchsbeauftragte auf Länderebene aus.

Dazu können Sie Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und Abgeordneter für Hamburg und Altona, mit folgendem Statement zitieren:

"Die Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik des Jahres 2018 sind erschreckend. Wieder gab es in Hamburg einen Anstieg der Sexualstraftaten an Kindern und Jugendlichen. Im letzten Jahr sind 252 Fälle gemeldet worden, 31 mehr als noch 2017. Bildlich gesprochen waren also zehn Schulklassen von Missbrauch betroffen. Und hier betrachten wir nur das Hellfeld. Das Dunkelfeld ist sehr viel größer. Es ist höchste Zeit, die alarmierenden Zahlen einzudämmen. Ich fordere mehr Engagement des Senats in diesem Bereich: Hamburg braucht eine oder einen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs auf Landesebene, wie auch vom UBSKM  gefordert.

Der rot-grüne Senat sträubt sich und hat bereits verlautbaren lassen, dass eine solche Stelle nicht kommen soll. Diese Aussage ignoriert nicht nur die Forderung Rörigs, sondern auch Relevanz und Dringlichkeit des Themas. Klar ist, dass der Beauftragte ressortübergreifend tätig werden kann und direkte Verbesserungen für Betroffene vor Ort schafft. Das bedeutet nicht, dass eine neue Stelle geschaffen werden muss. Dieses Amt kann von der zuständigen Staatsrätin übernommen werden, oder gar Senatorin.

Hamburg hat ein gut ausgebautes Netz an Fachberatungsstellen, doch wenn es keine zentrale Stelle gibt, die diese mit den Schulen, der Politik und der Jugendhilfe verknüpft, besteht die Gefahr, dass Prävention nicht in dem Rahmen stattfindet, wie es nötig wäre und Betroffene keine schnelle Hilfe und kein Gehör finden.

Aus psychologischer Sicht wäre es von großer Bedeutung zu wissen, dass es einen zentralen Ansprechpartner gibt und ein Beauftragter sich mit dem Thema befasst.

In vielen Bereichen kann nur auf Landesebene gehandelt werden, der UBSKM hat kaum Möglichkeiten das zu leisten.  So müssen z.B. die Schulen in den Fokus genommen werden, nicht vornehmlich als Tatort, sondern als Schutzort.“

190508 PM Marcus Weinberg MdB Landesmissbrauchsbeauftragte

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