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29.04.2020 – Wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen und den Prozess zur schrittweisen Öffnung der Kindertagesbetreuung zügig vorantreiben

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Am 30. April werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs auch über eine schrittweise Öffnung der Kitas beraten. Auf Basis der Empfehlungen der Arbeitsgruppe Kita hat die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) dazu gemeinsam mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen Beschluss vorgelegt.

Demnach soll die Öffnung der Kindertagesbetreuung stufenweise unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage gestaltet werden: Eingeschränkte Notbetreuung, flexible und stufenweise Erweiterung der Notbetreuung, eingeschränkter Regelbetrieb, vollständiger Regelbetrieb.

Dazu erklärt Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordneter für Hamburg und Altona:

"Familien regeln mühevoll Kinderbetreuung, Homeschooling und Homeoffice gleichzeitig. Familien leisten seit Wochen Großartiges unter schwierigen Bedingungen. Doch mehr und mehr Familien sind am Rande ihrer Belastbarkeit. Sie brauchen jetzt eine Perspektive auf die Rückkehr zur Normalität. Hierbei nimmt die Betreuung der Kinder in Kindertagesstätten eine zentrale Rolle ein. Es geht dabei aber nicht nur um das Thema der Vereinbarkeit, sondern auch um sozialpädagogische und sozialpsychologische Aspekte der Entwicklung der Kinder.

So wie wir der Wirtschaft, dem Mittelstand und Handel geholfen haben, so müssen wir jetzt den "systemrelevanten" Familien helfen. Viele Kinder brauchen gerade nach der Zeit der sozialen Distanz wieder Unterstützung bei kognitiven, emotionalen und sozialen Lernprozessen.

Ganz besonders sollte uns die Sorge um diejenigen Kinder bewegen, die in ihrem Zuhause vernachlässigt werden und körperlicher und seelischer Gewalt ausgesetzt sind. Die psychosozialen Wirkungen treten mehr und mehr in den Vordergrund. Deshalb war der Beschluss der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten, die Notbetreuung im Bereich der Kindertagesbetreuung auf weitere Berufs- und Bedarfsgruppen, wie z.B. Alleinerziehende auszuweiten, notwendig.

Jetzt muss die Konkretisierung auf Länderebene erfolgen. Zur Vorbereitung politischer Entscheidungen brauchen wir aber belastbarere wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien in Deutschland, die sich ausschließlich mit der Beteiligung von Kindern am Infektionsgeschehen befassen. Daher begrüße ich ausdrücklich die Absicht der Bundesregierung, das Robert-Koch-Institut und das Deutsche Jugendinstitut mit einer aussagekräftigen Studie zu beauftragen.

Erste Hinweise jüngst veröffentlichter Studien und Einzelfallberichte führen zu der Hypothese, dass die Infektionen bei Kindern nicht nur fast immer asymptomatisch verlaufen, sondern dass sich Kinder fast gar nicht infizieren. Eine Verifizierung dieser Hypothese würde bedeuten, dass Kinder keine Rolle bei der Ausbreitung des Infektionsgeschehens spielen.

Wir brauchen jetzt einen Dreischritt:
1. Wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenführen, 2. Rahmen der Länder für den stufenweisen Prozess der Öffnung auf dieser Basis laufend überprüfen und anpassen. 3. Konkrete Fragen vor Ort in den Ländern zügig klären. Kleinere und dafür mehr Gruppen, Ausweichen auf verfügbare größere Räumlichkeiten oder Betreuung im Schichtbetrieb.

Gefragt sind jetzt kreative Lösungen vor Ort. Wir müssen für diese Zwischenzeit die Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen, auch weiterhin finanziell unterstützen. Denn Familien brauchen von der Politik ein klares Signal: Wir lassen Euch nicht im Regen stehen."

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