MARCUSWEINBERG
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Senioren brauchen eine Perspektive in der Coronakrise

05.05.2020 –
Familiäre Begegnungen und soziale Kontakte wieder stärker ermöglichen!

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Um eine gefährliche Ausbreitung des Virus unter den älteren Menschen und in Seniorenheimen zu verhindern, wurden Besucherstopps verhängt, die in einigen Bundesländern derzeit gelockert werden. Auch Hamburg braucht jetzt einen Fahrplan, wie Lockerungen aussehen könnten.

Dazu erklärt Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordneter für Hamburg und Altona:

"Die Seniorinnen und Senioren und ihre Familien gehen in der Regel sehr verantwortungsvoll mit den aktuellen Einschränkungen ihrer familiären und sozialen Begegnungen und Kontakte um. Bei allen getroffenen Maßnahmen steht der Gesundheitsschutz an erster Stelle. Allerdings kann die vollständige Isolation älterer Menschen kein Dauerzustand sein. Isolation führt zu verstärkter Einsamkeit, die ebenso gesundheitsgefährdend ist. Nach wochenlanger Isolation muss über eine Lockerung der Maßnahmen nachgedacht werden, denn Seniorinnen und Senioren leiden unter den fehlenden familiären und sozialen Kontakten.

Wir dürfen bei all dem Schutz nicht vergessen, dass soziale Kontakte gerade für ältere Menschen existenziell wichtig sind - sie halten geistig fit und wirken sich positiv auf das psychische und physische Wohlbefinden aus. Viele ältere Menschen fühlen sich in der Diskussion zur Rückkehr zur Normalität zurückgesetzt. Wir müssen uns dabei fragen: Womit können wir den älteren Mitmenschen in dieser schwierigen Zeit dienen?  Wie sieht unsere sozial-ethische Verantwortung in der Abwägung zwischen Restriktion und Freiheit aus?

Unter Einhaltung des Infektionsschutzes müssen Alternativen zur Isolation geschaffen werden, indem beispielsweise Besuchsräume mit Schutzvorrichtungen in den Seniorenheimen eingerichtet werden und Schutzkleidung getragen wird. Gleichermaßen brauchen Familien Verhaltensregeln, damit auch im häuslichen Umfeld wieder Sozialkontakte möglich sind. Der besonderen Schutzanforderungen der Seniorinnen und Senioren Rechnung tragend darf nicht der Eindruck entstehen, dass Cafés wieder öffnen, aber die familiäre Kaffeetafel bei den Großeltern untersagt bleibt.

Vielerorts in Hamburg gibt es bereits kreative Ideen, wie ältere Menschen wieder in unser gesellschaftliches Leben integriert werden können. Der Senat muss Konzepte und Kriterien für diesen Prozess erarbeiten. Hierfür sollte der Rat von Ethikern sowie Vertretern der Religionsgemeinschaften, Senioren- und Beratungseinrichtungen eingeholt werden. Wir haben die soziale und ethische Verantwortung unseren Senioren in dieser Corona-Krisenzeit Perspektiven einer Rückkehr zu den familiären Begegnungen und sozialen Kontakten zu eröffnen."

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