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Marcus Weinberg - Fotograf_Dennis_Williamson

Das Bundeskabinett hat für die Jahre 2021 und 2022 ein 2-Milliarden-Euro-Aufholpaket für Kinder und Jugendliche auf den Weg gebracht. Mit diesem Aktionsprogramm sollen Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien gezielt unterstützt werden, um die Folgen der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden seelischen und körperlichen Belastungen abzumildern. In dem Paket werden viele der Forderungen unserer Familienpolitikerinnen und Familienpolitiker umgesetzt. Für Hamburg stehen damit insgesamt rund 51 Mio. Euro zur Verfügung.

Dazu erklärt Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion und und Bundestagsabgeordneter für Hamburg und Altona:

In den letzten Wochen und Monaten haben wir viele Gespräche mit Ärzten, Psychologen, Lehrern, Erziehern und weiteren Experten, insbesondere mit den Eltern und Kindern als den “wahren Experten des Lebens”, geführt und darüber diskutiert, welche gravierenden psychosozialen Folgen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche mit sich bringen. Rund 80 % der Kinder fühlen sich inzwischen laut einer Studie des UKE in Hamburg besonders stark von der Pandemie belastet. Sieben von zehn Kinder geben in dieser Studie an, dass sich ihre Lebensqualität verschlechtert hat, 40 % der Kinder berichten, dass sie ein schlechteres Verhältnis zu ihren Freunden haben. Wir alle wissen um den seelischen Zustand der Kinder und Jugendlichen und um die psychosoziale Folgen der Einschränkungen im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

Wissenschaftler, Kinderpsychologen und Kinderärzte warnen vor dauerhaften Entwicklungsschäden. Diese betreffen nicht nur die kognitiven Entwicklungen, sondern auch und insbesondere die sozialen und emotionalen Entwicklungen. Insoweit ist es wichtig, für die Zeit nach Corona ein Programm zum Durchstarten zu entwickeln. Dabei haben wir ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass keine pauschale Verteilung von Geldern erfolgt.

Vielmehr soll mit einer zielgenauen und bedarfsorientierten Verstärkung bereits vorhandener Strukturen, schnellstmöglich und unbürokratisch eine Umsetzung der Maßnahmen erfolgen. Die Umsetzung der vielen verschiedenen Maßnahmen muss jetzt schnellstmöglich in der Breite erfolgen.

Folgende Maßnahmen werden gezielt gefördert:

  • 1 Mrd. Euro für den Abbau der Lernrückstände z.B. durch Lernwerkstätten, Sommercamps und unterrichtsbegleitende Fördermaßnahmen in den Kernfächern. Um die dafür notwendigen Personalkapazitäten bereitzustellen, wird es eine Zusammenarbeit mit Stiftungen, Vereinen (z. B. Migrantenorganisationen), Initiativen (z. B. „Teach First“), Volkshochschulen und kommerziellen Nachhilfeanbietern geben.
  • 150 Mio. Euro für die Förderung der frühkindlichen Bildung durch unterstützende Angebote und die Aufstockung des Bundesprogramms “Sprach-Kitas”
  • 530 Mio. für die Förderung von Freizeit-, Ferien- und Sportaktivitäten. Unter anderem durch mehr vergünstigte Ferienfreizeit-, Begegnungs- und Bewegungsangebote, die Stärkung der Kinder- und Jugendfreizeiten in den Ländern, die Unterstützung der gemeinnützigen Familienstätten und einen Kinderfreizeitbonus für bedürftige Familien mit geringem Einkommen sowie eine zusätzliche Unterstützung des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements für Kinder, Jugendliche und Familien.
  • 320 Mio. Euro für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule z. B. durch Mentorinnen und Mentoren und zusätzliche Sozialarbeit an den Schulen